No sports, godverdomme

Seit jeher liebe ich den Fußball. Warum der Fußball meine Liebe nicht erwidert, ich aber auf dem Rad dennoch der größte Fußballer meiner Zeit wurde, könnt ihr heute auf 11freunde.de nachlesen. Viel Spaß.

Kommentare (1):

Astra saufen, Brunnen kaufen!

Bei ebay kann man derzeit einen Kasten Astra mit Unterschriften des großen Aufstiegskaders ersteigern. Das derzeitige Gebot steht bei 671EUR, der Erlös kommt Benny Adrions Initiative Viva con Agua zugute. Was man mit dem Satz Flaschen so alles anstellen kann, geben die mitgelieferten Anwendungsbeispiele:

„Ihr könnt also sämtliche Spiele nachtrinken, zu Sir Takyi anstoßen, Meggle spielen lassen wie Flasche leer, einen Spieler eurer Wahl köpfen oder den Präsi kaltstellen. Beliebt ist auch das lustige Flaschendrehen.“

Schreibe einen Kommentar

Kompetent wirken bei völliger Ahnungslosigkeit

Eine meiner liebsten Simpsons-Folgen ist die mit Frank Grimes. Frank Grimes ist ein hart arbeitender Mensch (mit einer Schwäche für mexikanische Prostituierte, wie wir in einer späteren Folge erfahren), rechtschaffend, fleißig, pedantisch – und durch seine anhaltende, seiner Meinung nach systemimanente Erfolglosigkeit, die ihm das schöne Leben vorenthält, von Neid und Gram zerfressen. Frank „Grimy“ Grimes, wohnhaft über einer Bowlingbahn und unter einer zweiten Bowlingbahn, sieht in Homer „alles, was Amerika kaputt macht“: Der fette, selbstgefällige Ami, der nichts kann, sich für nichts interessiert, aber durch irgendwelche Zufälle ein Leben führen darf, von dem Grimy nur träumen kann. Grimeys Blick wandert über Homers Bilderwand, über die Portraits mit Aerosmith, John Ford und gelangt schließlich zum schwebenden Homer in der Raumstation. „You. You went into outer space. You.“ presst Grimey hervor. „Sure“, zuckt Homer geradezu hörbar mit den Achseln, und fragt schließlich freundlich: „You haven’t?“ Ein brilliantes Lehrstück der Popkultur.

Ach ja, hier überreiche ich dem deutschen G8-Sherpa Dr. Bernd Pfaffenbach im Wirtschaftsministerium eine Petition der NGO avaaz.org für ein aktives Eintreten in punkto Obergrenze Emissionsausstoß. Weil, ja, weil…
Und morgen fahr ich nach Rostock. Homer to the max.

bela0146.jpg

Kommentare (1):

Nur noch Montagsspiele und arena-tv

Der Aufstieg hat viele schöne Seiten – die nächsten zeige ich Euch möglichst bald. Bei all der Auswahl an unterschiedlichsten Bildern von jubelnden Menschenmassen, tanzenden Spielern in der Kabine und einem Zuhälter, dem man für ein Klischeeinterview eine Plattform bietet, fiel es mir trotzdem relativ leicht, ein erstes Highlight herauszusuchen: Der Schwarzmarkt, hier begleitet von der Gruppe G.A.S. St.Pauli vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden, war auch mal weniger bunt.

Kommentare (3) »

„Im HSV-Keller werden Katzenbabys gevierteilt“

Auch die vereinzelten „Filbinger“-Rufe im Wiener Blut konnten die Magie des Moments nicht schmälern: Der VfB Stuttgart ist Deutscher Meister. Und auf der anderen Leitung der arena-Konferenz verließ Mehmet unter Tränen aller anwesenden Kneipengäste die Fußballbühne. Was diese Saison doch noch Ereignisreiches passierte, lest ihr im ersten Teil des 11Freunde-Saisonrückblicks.scholl_und_hoeness__249383g.jpg

Schreibe einen Kommentar

Tag des Terrors

Und nun die Meldungen des Tages.

antischalkeflugzeug.jpg

+++Dortmunder Terrorflieger über Gelsenkirchen+++Markus Babbel tanzt in VfB-Kabine+++Oettinger: „Was gestern recht war, gilt heute erst recht!“+++Wosz lebt und schießt 2:0-Siegtreffer+++Bielefeld sichert Existenzberechtigung durch spätes Anschlußtor+++Khaled Al-Masri: Ich wollte immer Feuerwehrmann sein+++Stevens: Saisonziel erreischt+++Mehmet der Eroberer: „Wir heulen, dann tauschen wir Frauen und feiern“+++

Schreibe einen Kommentar

Aufstiegsarithmetik, oh oh oo-oh-o Aufstiegsarithmetik…

Samstag nachmittag, 16h. Der FC St.Pauli gewann gerade ebenso verdient wie deutlich 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Um mich herum werden die durchregneten Stadionzeitungen wieder aus den Taschen gezogen: Die Tabelle muß konsultiert werden, und die Tabelle lügt nie. Ein Blick auf mein Palmtop bei kicker.mobi bringt die letzte frohe Kunde: Dynamo Dresden verliert 2:3 in Leverkusen. Und schon beginnen hitzige Diskussionen, die selbst gegen Mitternacht vor der Jolly Rogers-Bühne auf dem Hafengeburtstag, zwischen wankenden Althauern und Oi-Skins mit Fortuna-Schals kein Ende gefunden hatten.

„61 Punkte könnten dieses Jahr reichen! Das heißt, in Erfurt können wir alles klar machen!“
„Ewiger Optimist. Aber Emden spielt doch noch morgen… wenn die gewinnen, dann muß man sie höflicherweise wieder mitberechnen.“
„Emden, Schmemden… die spielen doch noch gegen Magdeburg, da lassen sie beide Federn!“
„Wir spielen auch noch gegen Magdeburg.“
„Emden spielt sogar noch gegen Dresden, da ist ein Unentschieden auch möglich… und selbst bei einem Sieg von Dresden kämen die Dresdner nicht mehr ran, und wir wären durch!“
„Und was, wenn wir in Emden und gegen Dresden nur ein Unentschieden holen, und in Magdeburg verlieren?“

Ja, ja wie denn nu? Kurvendiskussion mal anders. Wir sind uns einig, dass Mathe ein Arschloch ist – aber wagen wir doch noch einmal kurz einen Ausflug in die Aufstiegsarithmatik, und konzentrieren uns dabei auf den erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten, St.Pauli, Magdeburg und, aus Höflichkeit, Emden.

Fall 1:
36. Spieltag
Dynamo Dresden – Kickers Emden: Aufstiegszug für Dynamo ist abgefahren, nur 7 Punkte aus 5 Spielen sind zu wenig. Davon sind sogar 3 Punkte aus dem Spiel gegen Hertha II, gegen die diese Saison jeder mal randurfte. Emden hingegen hat seit dem 28. Spieltag auf St.Pauli nicht mehr verloren, gewinnt allerdings nur zu Hause. Dynamo gewinnt 1:0.

1.FC Magdeburg – Bayer Leverkusen II: Die Bördestädter oben auf, die haben Blut geleckt und wollen durchmaschieren. Die Jungs vom Schwatten Ulf Kirsten sind allerdings immer wieder für (Achtung, Phrasenschwein!) eine Überraschung gut, und können mit einer Serie und vor allem einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten BVB II am letzten Spieltag die Klasse schaffen. Leverkusen hat nichts mehr zu verlieren und wird sich mit aller Kraft nach vorn werfen. Bringen tuts leider nichts, man verliert 2:0.

FC St.Pauli – RW Erfurt: Ah, die unendliche Angst vor dem wilden Osten. Eine unergründlichere Mär als die vom Fußballgott, der in letzter Minute sein Schalke-Trikot verbrennt. Ich sage es hier laut und deutlich: Erfurt ist kein starker Gegner. Vor vier Wochen hab ich Erfurt gegen Hertha II gesehen – das Endergebnis von 1:1 gibt genau die Emotionalität und den Stellenwert wieder, die dieses Spiel in meiner Erinnerung hat. Erfurt hat das letzte Spiel gegen Emden verloren, kann allerdings nach oben und unten nichts mehr bewegen, die Mannschaft seit spätestens gestern im Suff. St.Pauli muß zwar auf Charles Takyi (gelbgesperrt) verzichten, gewinnt aber dennoch 2:1 (Jokertor Sako, 82. Minute).

Was uns am Ende des 36. Spieltags folgende Tabelle beschert:

1. FC St. Pauli +18 61

2. 1.FC Magdeburg +15 61

3. Kickers Emden +6 53

Bei danach nur noch 2 verbleibenden Spielen kann Emden gern 6 Punkte einfahren, drei davon vorzugsweise gegen Magdeburg. Wie dem auch sei: an die 61 kommen sie dann nicht mehr heran.

Sollte St.Pauli verlieren und Magdeburg und Emden gewinnen, sähe die Tabelle wie folgt aus:
1. 1.FC Magdeburg 61
2. FC St.Pauli 58
3. Kickers Emden 56

Im darauffolgenden Spiel geht den Kickers die Düse und schlägt Magdeburg 4:0, schiebt sich also hoch auf 59. Punkte. Natürlich gewinnen wir da unser Spiel gegen Dresden (zu Haus!) und wir sind bei 61. Dann entscheidet sich alles in Magdeburg. Aber es wär mir lieber (und auch einfacher), wenn Emden sein Spiel in Dresden verlöre (was wahrscheinlich ist) und wir in Erfurt gewinnen. Es sei denn, sowohl Magdeburg als auch Emden verlieren ihre Spiele, und wir schaffen ein Unentschieden. Dann wären wir ebenso durch. Alles klar?!

Kommentare (5) »

Warum Fußball rockt

Dass die Italiener ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Calcio haben, wissen wir nicht erst seit Birgit Schönau , Joe McGinniss , den Ausschreitungen von Catania oder der neusten Ausweitung im Schiedsrichterskandal. Von einem Land, in dem es eine eigene Tageszeitung über Sport gibt, und solche Fußballkommentatoren, können wir noch viel lernen.

Wünscht mir viel Spaß morgen in Osnabrück! Es geht um 6 Punkte!

Kommentare (1):

Helden vom 24.04.07:

1. die-nummer-eins.jpg

2. Timo Schultz, Übersteiger des Monats, zu Stanislawskis Taktikplänen: „Ach, Taktik ist für’n Arsch. Zweikämpfe gewinnen, das reicht.“

3. Der Premiere Kommentator, der während der Partie ManUtd-AC Milan zum Anatomiegrundkurs lud: „Da hat er Schmerzen, weil er auf die linke Schulter gefallen ist. Ich korrigiere: Die rechte Schulter. Aber das kann genauso weh tun.“

4. Der Kreuzberger Barmann auf die Frage, warum dem Bild auf der Leinwand das Rot fehle: „Es kann sein, dass Premiere an Farben spart. Oder daran liegen, dass wir gerade zu Yello Strom gewechselt sind.“

5. Corny Littmann auf die Frage, ob der FC St.Pauli in der nächsten Saison die ersten Heimspiele im Weserstadion austragen würde: „Wie bist du denn drauf?!“

6. Die wie immer großartigen AFM-Kommentatoren, die nach dem Schlußpfiff feststellten: „Wir sind besser als Waldi Hartmann.“ Richtig.

Schreibe einen Kommentar

Middendorp betrunken am Steuer eingeschlafen

Dem Trainer des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld, Ernst Middendorp, droht wegen seiner Promillefahrt ein längerer Entzug der Fahrerlaubnis. `Die Kollegen haben vor Ort einen Alkoholwert festgestellt, der über der Marke der absoluten Fahruntüchtigkeit lag´, sagte ein Sprecher der Polizeibehörde Gütersloh dem Sport-Informations-Dienst (sid). Ab 1,1 Promille gilt der Fahrer eines Kraftfahrzeuges als fahruntüchtig. Dem Arminia-Coach war in der Nacht zum Sonntag gegen 03.00 Uhr nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg (3:2) in seinem Auto im westfälischen Halle nach dem Hinweis eines Zeugen erwischt worden. Er hatte den Wagen halbseitig auf dem Gehweg abgestellt, der Motor lief nicht mehr. `Er wurde auf die Polizeistation in Halle gebracht, dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Mit dem Ergebnis rechnen wir noch in dieser Woche. Die Ermittlungen dauern an´, sagte der Polizeisprecher und ergänzte: `Von der Wache ist Herr Middendorp mit einem Taxi in sein Hotel gefahren.´

Middendooooooorp, Middendooooooorp, Middendooooooorp…

Kommentare (1):